ökologisch, sozial, gerecht neuer AStA gewählt 16.07.2017

Am vergangenen Mittwoch hat das neu zusammengesetzte Studierendenparlament einen neuen AStA gewählt, der sein Amt zum 01.08.2017 antreten wird. Dabei wurden mit Tobias Marczykowski und Marcel Breidenstein auch zwei Mitglieder der Grünen Hochschulgruppe zu AStA-Referenten ernannt. Tobias übernimmt die Themenfelder Ökologie, Mobilität, Bau und Infrastruktur, zudem wird er 2. Vorsitzender des AStA. „Nach dem guten Wahlergebnis war es innerhalb unserer Hochschulgruppe schnell klar, dass wir wieder Verantwortung übernehmen wollen. Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich auf die bevorstehenden Herausforderungen “, sagt Tobias zu seiner Wahl. Marcel trägt ab August für Öffentlichkeitsarbeit und Datenschutz Verantwortung. Er meint: „Jetzt gilt es die zeitnahen Aufgaben zu meistern um anschließend die Außendarstellung auf neue Beine zu stellen." 

Als Grüne Hochschulgruppe haben wir uns nach intensiven Verhandlungen für die beginnende Wahlperiode auf eine Zusammenarbeit mit der Juso-Hochschulgruppe geeinigt, um mit nachhaltigen Augenmerk und in Einklang mit ökologischer und sozialer Gerechtigkeit die Geschicke der Kasseler Studierendenschaft zu lenken und voran zu bringen.

PM zu Ereignissen rund um Konrad 31.03.2017

Mit Erstaunenen nahmen wir, die GRÜNE Hochschulgruppe Kassel, zur Kenntnis, dass der allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Univeristät Kassel gegenüber der Stadt Kassel angekündigt hat, ab 2018 nicht mehr als Partner für das Fahrradverleihsystem KONRAD bereitzustehen. Der AStA will anscheinend in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Nextbike ein eigenes Fahrradverleihsystem aufbauen. Wir sind sehr verwundert über diese Mitteilung des AStA und sehen hier demokratische Strukturen übergangen, da sowohl die Kündigung des bisherigen Vertrags mit dem Betreiber von Konrad (DB Rent) als auch der Abschluss eines neuen Vertrages der Zustimmung des Studierendenparlamentes benötigen.

Auf mehrfache Nachfragen von unseren Parlamentarier*innen in den letzten Sitzungen des Studierendenparlaments bezüglich dem Stand der Vertragsverhandlungen zur Fortführung des Fahrradverleihsystems in Kassel hat der Mobilitätsreferent des AStA, Mark Bienkowski (unabhängige Linke Liste) auch keine zufriedenstellenden, beziehungsweise nur ausweichende Antworten gegeben.

Wir sehen es sehr kritisch, dass der Mobilitätsreferent mit der Aussage gegenüber der Stadt zum einen seine Kompetenzen weit überschritten hat und dass das Studierendenparlament als höchstes Beschlussfassendes Gremium der Studierendenschaft der Universtät Kassel nicht ausreichen über den Stand der Verhandlungen informiert wurde.

Neuer AStA gibt Ökologiereferat auf! 03.07.2016

Gestern hat das Studierendenparlament einen neuen AStA gewählt. Ein Bündnis aus Jusos und diversen kleinen Listen hob fast ausschließlich Juso-Kandidaten ins Amt.

Schon von Beginn an zeigte sich, dass dieser AStA ein Desaster werden wird, denn als erstes entschloss sich das Bündnis das Ökologiereferat abzuschaffen. Damit werden rund ein Viertel aller Wähler*innen, die grün gewählt hatten, mit Füßen getreten. Das ist aus unserer Sicht nicht weniger als ein Anschlag auf jahrelange wichtige Arbeit für einen grünen Campus, weniger Umweltbelastungen und mehr Nachhaltigkeit auf allen Ebenen der Universität. Hierzu Raphaela Becker (Fraktionssprecherin der Grünen Hochschulgruppe): "Es ist nicht zu glauben, dass ein vermeintlich linker AStA nicht versteht, dass Ökologie eine wesentliche Dimension globaler Gerechtigkeit ist. Der einst internationalistische Ansatz der politischen Linken wird hier völlig über Bord geworfen. Echte linke Politik kann nur funktionieren, wenn globale Ungleichheit und Ungerechtigkeit gleichermaßen beachtet werden, wie auch soziale Fragestellungen hier auf unserem Campus. Ökologie spielt dabei, z.B. im Kontext des Klimawandels, eine ganz wesentliche Rolle".

Doch damit nicht genug. Auch auf praktisch allen anderen Feldern ist nicht mit guter Hochschulpolitik zu rechnen. Mark Bienkowski, Kandidat der Linken Liste, der in der Vergangenheit vor allem durch Halbwissen und Unkenntnis hochschulpolitischer Strukturen aufgefallen ist, soll nun die Verhandlungen zum Semesterticket führen. Erneut versprach er den Studis ein Fernbusticket. Hierzu Tobias Marczykowski (Fraktionssprecher der Grünen Hochschulgruppe): "Mal davon abgesehen, dass der im Fernbusmarkt herrschende desaströse Wettbewerb keine zusätzlichen Preisnachlässe für Studis zulässt, entsteht hier ein großes Risiko für studentische Gelder. Es wäre unverantwortlich Verträge mit Unternehmen zu schließen und Zahlungen an sie zu leisten, wenn unklar ist, ob sie in ein paar Monaten noch am Markt sind. Nicht zu vergessen, dass hier offenbar ein "linker" AStA versucht Profit aus dem radikalen Preiskampf in der Fernbusbranche zu schlage, der sich vor allem in sehr schlechten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden äußert."

Besonders schade ist, dass den Jusos auch nicht mehr viel an sozialen Themen zu liegen scheint. Ihr Kandidat für das Sozialreferat hat eine geradezu beispiellos uninformierte Vorstellung seiner Kandidatur abgegeben. In unserer intensiven Befragung stellte sich heraus, dass ihm die bestehende Infrastruktur sozialer Initiativen und Projekte an der Uni völlig unbekannt ist. Zu eigenen Ideen für neue Projekte gab es keinerlei Informationen.

Mit der Diversität dieses AStAs ist es zudem auch nicht weit her. Für die bisher gewählten 6 AStA-Referate wurden ausschließlich Männer aufgestellt. Kerstin Lopau (Grüne Parlamentarierin): "Das ist ein echtes Armutszeugnis. Wie sollen wir als Studierende die Universität für ihre schlechte Gleichstellungspolitik kritisieren, wenn von unserer Seite nur Männer mit am Tisch sitzen? Diese Koalition steht in ungeahnter Weise für Unglaubwürdigkeit und anspruchslose Hochschulpolitik".

Hinzu kommt, dass man es nicht geschafft hat eine Person ins Öffentlichkeitsreferat zu wählen, obwohl insbesondere mit den Erstsemestern im Oktober wichtige und große Aufgaben anstehen. Somit ist es dieser "Koalition" nicht gelungen in zwei konstituierenden Sitzungen einen kompletten AStA zu wählen.

Wir als grüne Hochschulgruppe werden im Studierendenparlament eine intensive Oppositionsarbeit leisten und diesem AStA ganz genau auf die Finger schauen. Wir lassen nicht zu, dass dieser AStA Jahre lange gute Arbeit zunichte macht.

Das Ende einer guten Koalition. 10.07.2016

Die Jusos haben gestern (11.07.) die Koalitionsgespräche mit uns abgebrochen. Damit endet eine jahrelange, aus unserer Sicht meist gute, Zusammenarbeit. Zwar waren wir uns in einigen Punkten nicht einig, wir sahen uns aber auf gutem Weg. Es scheint schlussendlich jedoch so, dass die Jusos eine Koalition mit einer gleich starken Partnerin nicht annehmen können.

Wir gehen nun davon aus, dass die Jusos am kommenden Mittwoch versuchen werden einen AStA mit einigen anderen Listen zu bilden. Wir führen weiter Gespräche mit anderen Gruppen um weitere Optionen für eine gute AStA-Arbeit auszuloten. Stand heute gehen wird jedoch davon aus, dass wir uns im Studierendenparlament dieses Jahr auf der Oppositionsbank wiederfinden werden. All unseren Wähler*innen versprechen wir: auch dort werden wir wie immer kritische aber konstruktive und vor allem an unseren Inhalten orientierte Politik zu machen. Wenn nicht aus dem AStA heraus, werden wir in der Opposition im Studierendenparlament und im Senat für echte ökologische und soziale Politik sorgen!

Eure Grüne Hochschulgruppe.

Universität ist kein Finanzplatz Bankfiliale überflüssig

In den letzten Jahren hat sich die GRÜNE Hochschulgruppe immer wieder dafür eingesetzt, dass kommerzielles Werben vom Campus verschwindet. Zuletzt hat die GRÜNE AStA-Referentin Raphaela Becker beispielsweise die Werbung aus dem AStA-Studiekalender „Dschungelbuch“ verbannt. „In sämtlichen Lebensbereichen werden wir von Werbung überreizt, weshalb es uns als GRÜNEN wichtig ist, den Campus möglichst werbefrei zu halten“, so der GRÜNE Senator Stefan Rosenkranz. Die Hochschulgruppe weist darauf hin, dass sie sich seit jeher auf den unterschiedlichen Ebenen wie AStA, Stupa, Senat oder dem Verwaltungsrat des Studentenwerks dafür einsetzt.

„Über 70% der Studierendenschaft fordern eine Zivilklausel um eine Drittmittelfinanzierung der Universität durch die Rüstungsindustrie zu verhindern. Und dann bietet die Uni einer Bank wie der Sparkasse Kassel ein solches Forum im Herzen des Campus“, merkt Kerstin Lopau zu dem Umstand an, dass sich Sparkassen im Allgemeinen keine Ethikauflagen für eine Kreditvergabe machen, wie aus verschiedenen Veröffentlichungen von z.B. urgewald hervorgeht.

Stefan Rosenkranz fügt dem abschließend hinzu: „ Wir werden jetzt versuchen, über den Senat zu klären wie es zu dem Umstand kommt, dass das Unipräsidium den Campus zu einem Finanzplatz macht“.

Offener Brief an das Unipräsidium 29.02.2016

Bezüglich des Facebook-Post der Uni zur Wahl der Miss Germany, haben wir als GRÜNE-Hochschulgruppe einen offenen Brief an das Unipräsidium geschrieben.

Den Brief im Wortlaut feindet ihr hier.

SOLIDARITÄT MIT DEM STUDENTISCHEN WIDERSTAND AM LUCIUS-BURCKHARDT-PLATZ 25.02.2016

Die Grüne Hochschulgruppe Kassel ist entsetzt darüber, dass die Hochschule ohne jedes Gespräch im Vorfeld, den Biergarten am Cafés desasta zerstört hat.

 

Die Grüne Hochschulgruppe unterstützt ausdrücklich den sich formierenden Protest und wird überall, auch in allen Gremien der Universität klar machen, dass ein solch bedeutender Ort für studentisches Leben auf dem Campus, nicht ohne Mitbestimmung durch die Betroffenen umgestaltet werden darf.

PM: motorfreie Moritzstraße 13.01.2016

Die GRÜNE Hochschulgruppe der Uni Kassel (GHK) unterstützt die Forderung der Uni Kassel und des AStA nach einer autofreien Moritzstraße auf dem Campus am Holländischen Platz. Das stellen sie in einer aktuellen Pressemitteilung klar.

Neben den auf dem Nordcampus bereits verwirklichten, begonnenen und geplanten Gebäuden von Universität und Studentenwerk gibt es auch Pläne, dort ein Studierendenhaus zu schaffen. Der Sprecher der GHK, Marcel Breidenstein meint dazu: „Als GRÜNE stehen wir hinter der Verwirklichung des Studierendenhaus, dazu gehört auch eine gefahrlose Erreichbarkeit. Gerade, da es schon zu Unfällen auf der Moritzstraße gekommen ist“

Im Gegensatz zur Unileitung sieht die GHK jedoch nicht die Lösung in einer Anliegerstraße, sondern fordert eine komplette Sperrung der Moritzstraße zwischen der Zentralmensa und dem neuen Wohnheim. „In dem Bereich zwischen diesen beiden Punkten gibt es keinen Anlass für motorisierten Individualverkehr“, so Breidenstein weiter.

Des Weiteren plant die Stupa-Fraktion der GRÜNEN-Hochschulgruppe in der nächsten Sitzung des Studierendenparlamentes einen Entschließungsantrag einzubringen, der sich mit der Thematik beschäftigt. Der Fraktionssprecher Clemens Jonscher meint dazu: „Um unsere Forderung auf möglichst breite Beine zu stellen, sollte sich auch das Parlament für eine motorfreie Moritzstraße aussprechen“.

Im Vorfeld der Kommunalwahlen hat die GHK versucht in der Kasseler Stadtpolitik für dieses Anliegen Gehör zu finden. „Jedoch ohne Erfolg“, sagt Marcel Breidenstein abschließend.

 

PM: Viel Lärm um nichts! 02.12.2015

Am Abend des 02.12. hat das Studierendenparlament mit einstimmig die Festsetzung der studentischen Beiträge beschlossen. Darunter fällt auch das Semesterticket in Höhe von 129,73 für den NVV, RMV, VPH sowie die Eurobahn nach Paderborn.

„Damit ist wie versprochen das Semestertickt für das Sommersemester 2016 gesichert. Ich hatte keinen Zweifel am Parlament und nach der unbegründeten Aufregung der letzten Tage können jetzt wieder alle ruhig schlafen“, so Robert Wöhler der für die Grünen im AStA und dort für das Semesterticket zuständig ist.

Die GRÜNE Hochschulgruppe schlägt nun vor zu einer sachlichen und konstruktiven Zusammenarbeit zurückkehren, um gemeinsam das Bestmögliche für die Studierendenschaft zu erreichen. Stefan Rosenkranz, der für die Grünen an der Stupa-Sitzung teilgenommen hat, sagt dazu: „Viel Lärm um nichts in den letzten 48 Stunden.“

Der Nachtragshaushalt 2015 sowie der Haushaltsentwurf 2016 sind mit knapper Mehrheit angenommen worden. „Auf die Vertreter*innen der Studierendenschaft scheint doch mehr Verlass zu sein als in den letzten Tagen angenommen“, so Rosenkranz abschließend.

Stellungnahme zur Situation im StuPa 01.12.2015

Wir bedauern es sehr, dass die entsprechenden Fraktionen sich an die Öffentlichkeit wenden, bevor sie das Gespräch mit den übrigen Fraktionen im Parlament gesucht haben. Deshalb teilen wir die Ansicht nicht das es keine andere Handlungsoption gab, als sich an die Öffentlichkeit zu wenden.

Weiterhin verschweigen die zeichnenden Fraktionen in ihrer Pressemitteilung, dass ein von ihnen unterstützter Antrag, welcher den Beginn des Stupa von 18:30 auf 16:30 verlegt hat, erst für die jetzige Situation ausschlaggebend war. Bis zu diesem Beschluss gab es in der aktuellen Legislatur keine Sitzung, in der die Beschlussfähigkeit des Stupa in Frage stand. Als GRÜNE haben wir diesen von Beginn an abgelehnt. Bei der Diskussion dieses Antrags wiesen die Vertreter*innen der GRÜNEN Hochschulgruppe wiederholt darauf hin, dass ein früherer Beginn des Studierendenparlaments zur Folge haben wird, dass aufgrund anderer Verpflichtungen, wie der Arbeit in Fachschaften, diversen Uni-Gremien oder Lehrveranstaltungen, weniger Parlamentarier*innen pünktlich zu Beginn des Stupa anwesend sein werden. Trotz unserer Anmerkungen haben jene Fraktionen, welche die Pressemitteilung unterzeichnet haben, für den Antrag gestimmt. In der Folge ist das Studierendenparlament seit Beginn dieses Semesters arbeitsunfähig. Das bedauern wir sehr.

In der Tat schränkt diese auch die Handlungsfähigkeit des AStA ein. Eine Gefährdung des Semestertickets ist jedoch aktuell noch nicht absehbar. Falls das Stupa am Mittwoch nicht beschlussfähig sein sollte, können die Beiträge auch noch in einer außerordentlichen Sitzung vor Weihnachten beschlossen werden. Der AStA wird auf jeden Fall seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen.

Als GRÜNE Hochschulgruppe plädieren wir weiterhin dafür, dass Stupa wieder um 18:30 Uhr beginnen zu lassen, da sich diese Zeit als optimal erwiesen hat. Aus diesem Grund haben wir als GRÜNE mehrfach den Versuch unternommen die Anfangszeit wieder von 16:30 Uhr auf 18:30 Uhr zu verlegen. Diese Versuche wurden von der Opposition blockiert.

Auch wenn es den meisten Parlamentarier*innen aufgrund des Studierendenalltages schwer fällt bereits um 16:30 Uhr an den Sitzungen teilzunehmen, war die Koalition dennoch immer in großer Mehrheit anwesend. Es war die Opposition, deren Listen zum Teil, wie zuletzt die KUS, vollständig abwesend waren. Als AStA, der über keine eigene Mehrheit im Studierendenparlament verfügt, sind wir auf eine konstruktive Mitarbeit der Opposition angewiesen. Diese scheint dazu im Moment jedoch nicht in der Lage zu sein.

PM: Prof. Dr. Ulrich Kutschera, Evolutionsbiologe an der Uni Kassel hetzt gegen Genderforschung und Feminismus 24.07.2015

In einer unfassbaren Wortwahl hetzt Herr Kutschera, in einem Interview des rbb vom 11.07.2015, gegen all jene, die Geschlecht und den Mensch insgesamt nicht nur, wie er, biologisch-funktional, sondern auch aus einer sozialen Perspektive betrachten.

Er bezeichnet Gendermainstreaming als „quasi-religiöse Weltanschauung“ oder „Dogma“, Genderforschung als „religiöse Sekte“ und behauptet das Fachgebiet komme einen „Krebsgeschwür“ in der Wissenschaft gleich.

Die Behauptung, die er mehrfach anführt, die Genderforschung würde per se biologische Unterschiede zwischen Menschen negieren ist faktischer Unsinn. Die Genderforschung betrachtet im Gegenteil dazu wesentlich konkreter biologische und soziale/gesellschaftliche Unterschiede der Menschen und ist in der Lage faktisch-biologische Unterschiede von gesellschaftlich geschaffenen zu unterscheiden. Wer unter Geschlecht und Sex aber nicht mehr als „Samenproduzenten“ und „Eizellenproduzenten“ sowie „Kopulation“ versteht, kann hierzu nichts beitragen.

Ein weitere Fehler seiner Argumentation dabei ist, dass er mehrfach betont von einem, wie auch immer ermittelten, Durchschnittsmenschen, -frau, -mann auszugehen. Die Norm setzt somit den Maßstab für seine Argumentation. Die Genderforschung ist ein wichtiger Bestandteil der Wissenschaft, um genau diese Herangehensweise zu korrigieren. Menschen, die einem irgendwie ermittelten Durchschnitt nicht entsprechen werden dabei als gleichwertiger Teil des breiten Spektrums menschlichen Daseins betrachtet und nicht als abnorm diskriminiert.

Kutschera versucht gleichzeitig die gesamten Geisteswissenschaften zu diskreditieren, welche aus seiner Sicht nur „rumtheoretisieren“ und bei denen Fakten wenig zählen würden.

Diese radikale Auffassung der Biologie als alles beherrschende und über allem anderen stehende Wissenschaft ist aus unserer Sicht grundsätzlich abzulehnen.

Wir von der Grünen Hochschulgruppe sind entsetzt, dass ein Professor der Uni Kassel in dieser Wortwahl und vor allem in offener Unkenntnis seine Kolleginnen und Kollegen angeht. Echte wissenschaftliche Forschung kann nur funktionieren, wenn unterschiedliche Betrachtungsweisen, der Naturwissenschaften sowie der Sozial- und Geisteswissenschaften, gleichberechtigt ihren Platz in der Forschungslandschaft haben. Wir sehen für solche Menschen keinen Platz an unseren sonnst weltoffenen Universität!

 

PM: Zukunft von Konrad sichern! 15.11.2014

Auf hna.de ist seit Dienstag, dem 11.11. zu lesen, das der Betrieb des Fahrradleihsystems Konrad über das Jahr 2015 hinaus derzeit nicht gesichert ist.

Die GRÜNE-Hochschulgruppe der Uni Kassel fordert eine langfristige Sicherung des Leihsystems, da es sich seit seiner Einführung als intelligente und flexible Ergänzung zum ÖPNV erwiesen hat. Die Sprecherin der GRÜNEN-Hochschulgruppe Christiane Weiler sagt zu den Vorschlägen von Christof Nolda, den Studierendenbeitrag zu erhöhen: "Laut Nolda sind ein Drittel der Nutzungen auf Studierende zurückzuführen. Schon zum jetzigen Zeitpunkt zahlt die Kasseler Studierendenschaft aber über ein Drittel der Betriebskosten von Konrad." Die GRÜNE-Hochschulgruppe, sieht im täglichen Stadtbild eine große Nachfrage der Konradfahrräder, gerade zu Stoßzeiten und nach Betriebsschluss der KVG. "Sicher kann die Nachfrage nach den Leihrädern gesteigert werden, aber dazu müsste Kassel für Radfahrende freundlicher und vor allem sicherer gestaltet werden. Und an dieser Stelle steht Herr Nodla als Stadtbaurat in der Verantwortung", so Marcel Breidenstein als Sprecher der GHK. Die GRÜNE Hochschulgruppe hat sich in der Vergangenheit gegen große Wiederstände für die Kooperation eingesetzt, „es war ein harter Kampf gegen Jusos, Stadt und DB, dass wir es im Semesterticket inbegriffen haben", so Breidenstein weiter. Christiane Weiler ergänzt abschließend: " Der Einsatz der Grünen HSG sorgt dafür, dass so viele Studierenden heute auf eine umweltfreundliche und gesunde Alternative setzen und damit zu einer starken Auslastung von Konrad beitragen.

PM: Zu den Äußerungen des Prof. Nellen zu Gentechnik in der Landwirtschaft 25.06.2014

Die GRÜNE Hochschulgruppe Kassel kritisiert Prof. Dr. Nellen für dessen Aussagen über gentechnisch veränderte Lebensmittel in einem Interview, dass dieser vor kurzem der HNA gab. Der Professor der Uni Kassel für Genetik hatte sich dabei für die Nutzung von Agrogentechnik in der Landwirtschaft ausgesprochen. „Herr Nellen ignoriert in seinen Aussagen die fehlenden Langzeitstudien und spricht sich für eine Wahlfreiheit aus, welche nichts existieren kann wenn gentechnisch verändertes Saatgut erstmal in Umlauf gebracht wird.“ Erläutert Marcel Breidenstein, Sprecher der Hochschulgruppe und Student im Fachbereich 11 Ökologische Agrarwissenschaften, die Kritik. „Seine Aussagen sind unreflektiert und unwissenschaftlich. Es kann nicht sein, dass ein Professor im Namen der Uni Kassel seine private Meinung als wissenschaftlichen Fakt darstellt.“, fügt Sprecherin Christian Weiler hinzu, welche ebenfalls Studentin im Fachbereich 11 in Witzenhausen ist.

Die Uni Kassel ist seit Jahren dabei sich ein Profil als Umwelt-Uni aufzubauen und hatte in Witzenhausen dank des Engagemants der dort ansässigen Studierenden, die erste Hochschulmensa mit Bio-Produkten. Im weiteren Verlauf des Interviews wird von Herr Nellen außerdem kritisiert, dass eine Professur an der Uni Kassel zum Biologisch-dynamischen Landbau unter anderem von Demeter finanziert wird, über eigene Drittmittelgeber gibt er jedoch keine Auskunft. „Wir verlangen von Herrn Nellen offen zu legen, von welchen Unternehmen und Stiftungen er finanzielle Mittel für seine Forschung erhält“ fordert Breidenstein. Um eine offene Diskussion über das Thema Gentechnik zu ermöglichen, plant die GRÜNE Hochschulgruppe zu Beginn des Wintersemesters eine Podiumsdiskussion. "Auch Herr Nellen werden wir einladen, dort seine Standpunkte zu vertreten." kündigt Weiler an.

PM: Ausbau der Uni statt Erhöhung des NC! 20.05.2014

Nachdem der Uni-Präsident Prof. Postlep in einem Zeitungsinterview verkündet hat, das er zum kommenden Wintersemester den Numerus Clausus (NC) und damit die Zugangsmöglichkeiten zur Hochschule hochschrauben will, fordert die Grüne Hochschulgruppe der Uni Kassel ihn und das gesamte Präsidium dazu auf, sich gegenüber der Landesregierung dafür einzusetzen, dass mehr finanzielle Mittel für den Ausbau und die Erweiterung der Uni Kassel bereit gestellt werden.

Marcel Breidenstein meint dazu: „ Um so höher der NC und umso mehr die Studiengänge in denen er eingeführt wird, umso elitärer wird unsere Hochschule“. Damit spielt der Sprecher der Grünen Hochschulgruppe darauf an, dass Akademikerkinder und jene von gut verdienenden Eltern oftmals einen besseren Notendurchschnitt im Abitur haben, als jene, die neben dem Abitur jobben oder einen Angehörigen pflegen müssen oder sich beispielsweise keine Nachhilfe leisten können.

„In der Vergangenheit haben hessische Landesregierungen schon versucht, durch das Instrument der Studiengebühren die Zahl der Studierenden zu regulieren. Nachdem das gescheitert ist, versuchen sie es jetzt über die Anhebung von Zugangsberechtigungen. Und das ist für uns aus sozialer Perspektive nicht hinnehmbar“. Erläutert die GHK-Sprecherin Christiane Weiler, die auch im Bundesvorstand von Campusgrün sitzt.

Aus diesem Grund hat die GHK-Fraktion im Studierendenparlament auch einen Antrag eingebracht, in dem das StuPa das Universitätspräsidium dazu auffordert, sich gegenüber der Landesregierung für mehr Geld für den Ausbau der Hochschule einzusetzen. „Ich hoffe, dass dieser Antrag auf breite Zustimmung stößt und Herr Postlep und sein Präsidium unser Anliegen ernst nimmt“, so der Fraktionssprecher Clemens Jonscher, „wir wollen, dass in Kassel studieren kann, wer in Kassel Studieren will“,

Breidenstein ergänzt: „Der hessische Kultusminister Alexander Lorz sagte vor wenigen Wochen, das Bildung der einzige Bereich sei, den die amtierende Landesregierung aus den Einsparungen zum Erreich der Schuldenbremse heraus nehme. Dann soll er seinen Worten auch Taten folgen lassen“.

PM: Zum Kongress des Weißen Kreuzes in Kassel 20.05.2014

Homosexualität ist keine Krankheit!

Mit erschrecken musste die Grüne Hochschulgruppe Kassel feststellen, das am Wochenende des 23.05. - 25.05. in Kassel ein Kongress von Menschen stattfindet, die der Meinung sind, das Homosexualität eine zu heilende Krankheit ist.

Die Sprecherin der GHK Christiane Weiler meint dazu: "Es ist erschreckend, dass im einundzwanzigsten Jahrhundert solchen Menschen noch eine Plattform geboten wird".

Der Kongress „Sexualethik und Seelsorge" wird veranstaltet von dem Verein Weißes Kreuz, welcher wiederum zum Diakonischen Werk der evangelischen Kirche Deutschland gehört. "Daran sehen wir mal wieder, dass nicht nur katholische Kirche in der Zeit zurück hängt. Leider haben homophobe Kräfte auch in der evangelischen Kirch noch ein starkes Gewicht", so Marcel Breidenstein Sprecher der GHK

Clemens Jonscher, Fraktionssprecher der GHK-Fraktion im Studirendenparlament kündigt an: "Es wird von unserer Fraktion ein Antrag geben, in dem das Stupa klar macht, das der Campus ein offener Platz für alle Menschen ist. Dies ist auch nach den Übergriffen auf das Schwulenreferat der Uni in der Vergangenheit ein wichtiges Anliegen für uns".

Die Grüne Hochschulgruppe der Uni Kassel fordert die Studierenden Kassels dazu auf, sich an der Demo am 23.05. ab 16 Uhr vor dem Hauptbahnhof und an der Kundgebung am 24.05. von 14-16 Uhr in der Leuschnerstraße zu beteiligen.

 

PM: Zum offenen Brief an die Leitung der Kasseler Universität 10.03.2014

Am Montag hat sich die GRÜNE Hochschulgruppe der Uni Kassel (GHK) mit einem offenen Brief an die Verantwortlichen der Universität gewandt. In dem Brief fordert die Hochschulgruppe die Uni auf, sich von den Äußerungen von Sibylle Lewitscharoff zu distanzieren. „Ein solch religiös-fundamentslistisches Gesellschaftsbild passt nicht zu einer weltoffenen und wissenschaftlichen Institution wie der Uni Kassel“, so Christiane Weiler Sprecherin der GHK und Vorstandsmitglied des Dachverbandes für Grüne Hochschulgruppen Campusgrün.

Sibylle Lewitscharoff hat in ihrer Dresdner Rede Anfang März sowohl Patientenverfügungen als auch den Vorgang der künstlichen Befruchtung als ein Eingreifen in Gottes-Werk gegeißelt und Kinder aus künstlicher Befruchtung als „Halbmenschen“ bezeichnet. „Gerade mit Vergleichen aus dem Nationalsozialismus sollte in Deutschland sehr vorsichtig umgegangen werden“, meint Marcel Breidenstein, Sprecher der Grünen Hochschulgruppe, zu den Vergleichen Lewitscharoffs von künstlicher Befruchtung mit den Kopulationsheimen der Nazis.

Zudem fordert die GHK das die Leitung der Universität die im letzten Jahr an Sibylle Lewitscharoff vergebene Grimm-Professur nachträglich wieder abzuerkennen. „Uns ist wichtig zu betonen, dass Frau Lewitscharoffs Äußerungen aus Sicht der Uni Kassel nicht zu tolerieren sind.“, so Weiler und Breidenstein abschließend.

Am Montagmorgen hat die Grüne Hochschulgruppe den offenen Brief an den Senat, das Präsidium und den Kanzler der Universität Kassel gegeben.

Den offenen Brief findest du hier!